Vier Kalender, unzählige Säckchen - und endlich ein Plan, der dabei hilft den Überblick zu behalten

Starte jetzt damit, die Füllung der Adventskalender vorzubereiten: Hier findest du Ideen, Struktur und kleine Ruheinseln im bevorstehenden Weihnachtsstress. 🧡🩷💜

Kreative Adventskalender Ideen - mit einem Planer stressfrei selbst befüllen
In den ersten Jahren hatten wir ganz unterschiedliche Adventskalender - mal gekaufte Stoffsäckchen, mal liebevoll dekorierte Papiertüten. Beide sahen wunderschön aus, aber weder das Format noch der Platz reichten wirklich aus. Irgendwann war klar: Wir brauchen eine Lösung, die zu unserer Familie passt und bei der ich nicht jedes Jahr neu improvisieren muss. Also habe ich in einem einzigen Jahr gleich alle vier Adventskalender selbst genäht - jedes Detail geplant, jede Farbkombination abgestimmt und insgesamt 96 Säckchen vorbereitet. Damit das Befüllen nicht im Chaos endet, habe ich mir eine strukturierte, aber trotzdem gemütliche Routine geschaffen - und genau die möchte ich heute mit Dir teilen.

Warum ist in gekauften Adventskalendern immer zu wenig Platz?

Ganz am Anfang hatten wir nur einen einzigen Adventskalender - kleine, gekaufte Stoffsäckchen, die ich liebevoll an einer Tannengirlande mit Lichterkette entlang unseres Treppengeländers aufgehängt hatte. Es sah wunderschön aus, aber schon damals merkte ich: Viel passt da nicht hinein.

Zwei Jahre später kam ein weiterer Kalender dazu - diesmal entschied ich mich für Papiertüten in zwei verschiedenen Größen. Ich beklebte sie mit Zahlenaufklebern und verschloss sie mit Wäscheklammern. Praktisch, dachte ich. Doch die Tüten hielten nur so semi gut und nach zwei Jahren war der Zauber verflogen.

Als schließlich Kalender Nummer drei und vier dazukamen, stand ich vor der großen Frage: Wo stelle ich vier Adventskalender auf - oder hänge ich sie alle irgendwo hin?

Wir brauchten dringend eine gute Lösung, also beschloss ich, unsere Adventskalender selbst zu nähen - genau so, wie sie zu uns passen. Ich rechnete den Stoffverbrauch sorgfältig aus und plante jedes Detail. Insgesamt 96 Säckchen sind daraus entstanden - in zwei verschiedenen Größen, damit auch mal ein Buch oder ein kleines Gesellschaftsspiel Platz findet. Die größeren Säckchen sind bei uns die Nummern 8, 16 und 24, und jedes Kind hat seine eigene Farbkombination.

Wie nummeriere ich die Adventskalender-Säckchen?

Damals besaß ich noch keinen Plotter - ich habe also wirklich jede einzelne Zahl und jedes Motiv von Hand ausgeschnitten. Dafür habe ich Lossiepapier verwendet und mit einem Skalpell jede Ziffer und jedes kleine Bilddetail vorsichtig herausgelöst. Danach kam der spannendste Teil: der Druckvorgang selbst.

Nach und nach habe ich die Zahlen und weihnachtlichen Motive auf die fertig genähten Säckchen gedruckt, immer in kleinen Etappen. Es war ein echter Marathon, denn nach 96 Säckchen taten mir Hände und Rücken ordentlich weh - und auch die Trocknungszeit erforderte etwas Geduld.

Da unsere Adventskalender entlang der gesamten Treppe hängen, habe ich die Zahlen zusätzlich auch auf die Rückseite gedruckt. So können die Kinder morgens gemütlich auf der Treppe sitzen und von hinten sofort erkennen, welches Säckchen als Nächstes dran ist. Das macht das morgendliche Öffnen viel entspannter.

Wie bekommt der Adventskalender das gewisse Etwas?

Die 24 ist bei uns - wie in vielen Familien - der Höhepunkt der morgendlichen Adventsroutine. Sie hat deshalb ein besonderes Design bekommen: Zusätzlich zum Tannenbaum-Siebdruck habe ich das Säckchen mit kleinen, bunten Pompons beklebt, natürlich mit der Heißklebepistole. Sie sehen ein bisschen aus wie winzige Weihnachtskugeln und geben dem Motiv eine dreidimensionale, festliche Optik, die perfekt zum 24. Dezember passt.

Auch die 6 hat ein kleines Extra erhalten: Auf ihr ist ein Nikolaus aufgedruckt, und auf den Bommel seiner Mütze habe ich eine farblich passende kleine Glocke genäht. Sie klingelt fröhlich, sobald das Säckchen bewegt wird - ein Detail, über das sich die Kinder jedes Jahr aufs Neue freuen.

Solche liebevoll gestalteten Kleinigkeiten machen den Adventskalender für die Kinder nicht nur schöner, sondern auch persönlicher. Für sie wird jedes Säckchen dadurch zu einem kleinen Schatz, der mit ganz viel Vorfreude geöffnet wird.

Wie sieht der Adventskalender an der Treppe so richtig schön aus?

Mittlerweile schmücken wir jedes Jahr das gesamte Treppengeländer mit künstlichen Tannengirlanden, die sich wie ein grünes Band entlang des Handlaufs schlängeln. Das satte Grün dekoriere ich zusätzlich mit Weihnachtskugeln und selbstgemachten Tüllpompons - sie erinnern an kleine Schneeflocken und bringen eine zarte Winterstimmung ins Haus.

Alle Metallstreben des Geländers schmücke ich mit Lichterketten. Dafür spanne ich zwei größere Hauptlichterketten von oben nach unten - genau in der Richtung, in der später die Adventskalender aufgehängt werden. Wir verwenden dafür Lichterketten, die eigentlich für den Außenbereich gedacht sind, zum Beispiel für die Regenrinne. Sie haben kleine seitliche Lichtstränge, die ich später zwischen den Säckchen platziere.

So entsteht ein wunderschöner Lichterteppich, der die Adventskalender sanft umrahmt. Und jedes Mal, wenn in der Adventszeit jemand durch unsere Haustür tritt und den leuchtenden Treppenbereich sieht, passiert dasselbe: Die Augen werden groß, manchmal tritt man sogar noch einen Schritt zurück, staunt - und freut sich über dieses warme, strahlende Gefühl von Weihnachten.

Wie plane ich den Inhalt eines selbstgemachten Adventskalenders am besten?

Ich plane und befülle unsere Adventskalender immer komplett, bevor sie aufgehängt werden - meist ein paar Tage vor dem 1. Dezember. Diese kurze Vorlaufzeit schenkt mir Ruhe, denn so kann ich in einem gemütlichen Moment überlegen, was an welchem Tag am besten passt.

Nicht jedes Geschenk eignet sich für den frühen Morgen zwischen Frühstück, Zähneputzen und Jacke-Anziehen. Dinge, die mehr Aufmerksamkeit oder Vorbereitung brauchen, lege ich lieber auf Wochenenden oder ruhigere Tage. So bleibt der Kalender für die Kinder ein echter Grund zu Freude - und für mich ist es richtig entspannt.

Mein Adventskalender-Planer hilft mir, den Überblick zu behalten: Was gehört in welches Säckchen? Was haben wir schon? Was fehlt noch? Und wann nehme ich mir Zeit zum Befüllen? Diese kleine Struktur macht aus der Organisation eine gemütliche Advents-Routine, die Vorfreude schenkt, lange bevor der Dezember beginnt.

Damit die Säckchen auch nach dem Öffnen nicht leer und schlaff wirken, habe ich sie alle mit etwas Füllwatte ausgestopft. Dadurch bleibt der Kalender den ganzen Advent über - bis sogar nach Weihnachten - schön prall und liebevoll gestaltet, selbst wenn schon viele Türchen geöffnet wurden.

Die Kalender hängen wir immer am Abend vor dem 1. Dezember auf. Wenn die Kinder am nächsten Morgen die strahlende Treppe erblicken, ist das jedes Jahr ein besonders schöner Moment. Dieses Staunen, der Glanz in den Augen und die Vorfreude  dafür lohnt sich jede Stunde Vorbereitung.

Was fülle ich in den Adventskalender?

Bevor ich überhaupt mit der Planung beginne, frage ich zuerst die Kinder, was sie sich wünschen. Der Adventskalender eignet sich hervorragend, um Sammelwünsche nach und nach zu erfüllen - die Wünsche reichen von kleinen Figuren oder Sammelkarten über Lieblingssnacks und Schokolade bis hin zu Badespaß in allen Varianten, der bei uns immer besonders gut ankommt.

Da Lesen bei uns einen großen Stellenwert hat, steckt in jedem Kalender mindestens ein Buch - manchmal auch zwei, wenn ich mich nicht entscheiden kann oder die Buchreihe einfach zu spannend ist. Auch radierbare Stifte, Bastelzubehör, kleine Mal- und Rätselhefte oder andere kreative Kleinigkeiten bereiten hier jedes Jahr viel Freude.

Am liebsten einigen wir uns auf eine bunte Mischung: ein paar persönliche Wünsche, kleine Überraschungen und natürlich etwas zum Naschen. Für die Kinder (5–10 Jahre) sind es meist Kleinigkeiten, die sie im Alltag begleiten oder die eigene Kreativität fördern.

Ganz besonders beschäftigt sind sie mit ihren kleinen Murmelgold-Täschchen, die ich selbst genäht habe. Gemeinsam spielen sie stundenlang mit den schönen bunten Murmeln - manche glitzern sogar so richtig! Und mit der ausgedruckten Murmelspiel-Anleitung, die es bei mir im Shop als kostenloses PDF mit Newsletter-Anmeldung gibt, wird es überhaupt nicht langweilig. Jede Seite enthält eine neue Idee, sodass immer ein nächstes Spiel bereitsteht. 

Vielleicht wird aus einem einfachen Kalender-Tag bei Euch ja auch ein kleiner Spielemoment für alle

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Wenn Du Lust hast, ein weiteres Türchen selbst zu nähen, dann schau gern auf meinem Blog vorbei: Dort findest Du die Anleitung für die DIY Boxy Bag aus Clear PVC - sie ist ideal für Kreide oder kleine Schätze und das komplette Set lässt sich wunderbar auf mehrere Säckchen verteilen.

Du findest das Täschchen und das Spiel im Shop:

  • Nähanleitung & Schnittmuster (E-Book) Murmelgold - Murmel-Täschchen nähen aus Stoffresten
  • Murmelspiele Anleitung als PDF - 6 sofort spielbare Ideen für Kinder (0 € mit Newsletter-Gutschein)

Neben den Kalendern der Kinder haben mein Mann und ich auch einen kleinen Adventskalender füreinander. Wir wechseln uns täglich mit dem Befüllen und Öffnen ab - und bei uns sind das meist Kleinigkeiten mit Genuss oder Humor:

  • kleine Kaffee- oder Teesorten

  • Schokolade, Gewürze oder Nüsse

  • Gutscheine für gemeinsame Zeit (z. B. Frühstück, Filmabend)

  • ein paar handgeschriebene Botschaften - Erinnerungen, kleine Komplimente oder Witze, die nur wir verstehen

Ich liebe diese Mischung aus Gekauftem, Selbstgemachtem und Persönlichem. Sie füllt jeden Adventstag mit Herz und kleinen Momenten der Freude. Und wenn alles vorbereitet ist, bleibt kein Stress zurück - nur echte Vorfreude auf eine besondere gemeinsame Zeit.

Wie hänge ich den Adventskalender an der Treppe auf?

Da unsere Adventskalender jedes Jahr an der Treppe ihren Platz finden, habe ich eine einfache Methode entwickelt, mit der sich alle Säckchen gleichmäßig und harmonisch aufhängen lassen.

Ich fädle alle 24 Adventskalendersäckchen nacheinander auf eine lange Schnur. So kann ich sie später ganz leicht verteilen. Nachdem alle Säckchen befüllt sind, binde ich die Schnur mit etwas Abstand an mehreren Stellen am Treppengeländer fest und achte darauf, dass die Reihen genau übereinander hängen und dem natürlichen Schwung der Treppe folgen.

So entsteht ein ruhiges, stimmiges Gesamtbild, das wunderbar durch die Deko aus Tannengirlanden, Lichterketten und kleinen Weihnachtskugeln ergänzt wird.

Wenn am Ende alle vier Kalender hängen, funkelt die Treppe im warmen Licht und verbreitet diese wohlig-warme Weihnachtsstimmung, die die Vorfreude auf die Festtage jedes Jahr ein bisschen größer werden lässt.

Was kann ich noch aus den Adventskalender-Säckchen machen?

Unsere Adventskalender nutzen wir dieses Jahr schon zum vierten Mal. Jedes Jahr hole ich sie wieder hervor und freue mich darüber, wie schön sie noch aussehen. Damit sie uns lange begleiten, bewahre ich sie nach Weihnachten in großen Kisten mit Deckel sorgfältig auf. So bleiben sie sauber, geschützt und sind im nächsten Advent sofort wieder einsatzbereit.

Aus den Stoffresten, die beim Nähen übrig geblieben sind, habe ich damals noch ein paar zusätzliche Säckchen genäht. Diese nutze ich besonders gern als kleine Geschenkverpackungen für Nikolausgeschenke. Gefüllt mit weihnachtlichen Naschereien, kleinen Aufmerksamkeiten oder selbstgemachten Überraschungen werden sie jedes Jahr aufs Neue zu kleinen, wiederverwendbaren Lieblingsstücken.

Am allerliebsten verschenke ich sie, wenn sie mit einem Murmelgold-Täschchen und den Murmelspielkarten gefüllt sind. Das sind einfach Geschenke, die von Herzen kommen - klein, persönlich und voller Freude. Und genau solche kleinen Momente lieben die Kinder am meisten.

Fazit: Mit Plan statt Adventsstress

Wenn ich heute auf unsere Adventskalender blicke, dann sehe ich nicht nur Stoff und Zahlen - ich sehe all die kleinen Momente, die darin stecken: das Nähen, die Freude beim Füllen, das Staunen an jedem Dezembermorgen. Diese Mischung aus Vorbereitung, Kreativität und Routine macht den Advent für uns so besonders.

Mir bringt die konkrete Planung unglaublich viel Ruhe und Freude. Mein Adventskalender-Planer hilft mir, frühzeitig den Überblick zu behalten, kreative Ideen festzuhalten und die Adventszeit bewusst zu genießen - ohne Hektik, ohne Chaos. Statt Stress entsteht eine kleine Tradition, die mich durchs Jahr begleitet und mir schon Wochen vorher dieses warme Dezembergefühl schenkt.

Der Planer kann aber noch mehr: Ich nutze ihn nicht nur, um das Befüllen der Kalender zu organisieren, sondern auch, um mir ganz bewusst Raum für DIY, Nähen und kleine kreative Auszeiten im Advent zu nehmen. Für mich gehört zur Adventszeit nicht nur das Schenken und Vorbereiten - sondern auch Zeit, in der ich selbst zur Ruhe komme: mit selbst gebackenen Plätzchen, einer Tasse Tee, einem Nähprojekt und Weihnachtsmusik im Hintergrund.

Vielleicht möchtest Du dieses Jahr ja auch ein bisschen entspannter in den Advent starten? Mit einer klaren Struktur, liebevollen Ideen und einem kleinen Plan an Deiner Seite kann die Adventszeit zu genau dem werden, was sie sein soll: Freude, Familie und kleine Herzmomente.